
Auf
der Messe Analytica in München trafen sich in der am 25. und 26.
April europäische und lateinamerikanische Unternehmen aus dem
Bereich Analysen-, Bio- und Laborgeräte zum gezielten Business
Talk. Das Matchmaking wurde von der Europäischen Kommission im
Rahmen des Europe Aid Programms "AL-Invest“ gefördert. Nach
einem Einführungsseminar mit aktuellen Informationen zum
europäischen und lateinamerikanischen Marktgeschehen hatten 50
Teilnehmer aus Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien
die Gelegenheit, mit den 15 eigens zu dieser Veranstaltung
angereisten Firmen aus Argentinien, Brasilien, Mexiko und
Ecuador face-to-face Gespräche zu führen.

Der
lateinamerikanische Markt für Analysen- und Laborgeräte
entwickelt sich derzeit wieder sehr positiv. Grund für diese
Entwicklung sind die hohen Wachstumsraten in Bereichen, in denen
Analyse- und Laborgeräte Anwendung finden. So zum Beispiel
Qualitätskontrolle für die chemische und petrochemische
Industrie und die Pharmaindustrie. Darüber hinaus steigt der
Bedarf im Gesundheitswesen und im Bereich Umweltstandards durch
ein erhöhtes Bewusstsein für die Wichtigkeit weltweiter
Standards. Noch aber hinken die lokalen Produzenten von
Instrumenten und Geräten denen der europäischen Herstellerfirmen
nach. Gegenwärtig ist die Produktion Lateinamerikas auf den
jeweiligen Heimatmarkt und die Märkte der unmittelbar
angrenzenden Länder beschränkt. Bis zu 90% der
High-Quality-Produkte müssen importiert werden. Europäische
Aktivitäten beschränken sich hauptsächlich auf den Export, da
wenig über lokale Unternehmen bekannt ist. Wie in vielen
Industrien, die sich auf Technologie stützen, gibt es auch
zwischen Europa und Lateinamerika eine signifikante
Technologielücke, die jedoch kein Hindernis bei einer
Kooperation ist, sonder vielmehr den Bedarf an Kooperationen
verdeutlicht. Lateinamerikanische Unternehmen sind im Bezug auf
Kooperationen mit europäischen Firmen sehr gut positioniert. Der
Sektor ist in Lateinamerika an sich sehr wichtig, aber noch mehr
im Hinblick auf die Bereiche, in der er Anwendung findet:
Lebensmittelindustrie, Umwelt, Gesundheit und
Krankheitskontrolle, Tourismus und Petrochemikalien.

Das
Einführungsseminar bot wichtige Informationen für die Teilnehmer
beider Kontinente. Zunächst präsentierte Joachim Giesekus,
Leiter des Fachverbandes Photonik und Präzisionstechnik bei
SPECTARIS, aktuelle Daten und Trends der deutschen und
europäischen Branche. Im Anschluss stellte Virginia Bustos,
AL-Invest III Consortium, das EU-Programm AL-Invest vor. Nicht
nur Marktdaten sondern auch konkrete Tipps zur Anbahnung von
Geschäften in Lateinamerika boten die Vorträge von
Paulo-Henrique Boelter, Präsident der
Deutsch-Brasilianischen
Handelsvereinigung, und Prof. Fernando Kreutz von der
brasilianischen Firma FK Biotechnologia. Mit einem Vortrag zum
Thema interkulturelles Management bereitete Patricia
Cerda-Hegerl, Intercultures, die Teilnehmer für eine möglichst
effiziente Nutzung der halbstündigen Gespräche vor.
Im Anschluss hatten die Teilnehmer in mehr als 200
Einzelgesprächen Gelegenheit zum Kontaktaufbau und zur
Vorbereitung interkontinentaler Kooperation. Wir wünschen allen
Teilnehmern viel Erfolg bei der Weiterverfolgung der Kontakte!
Weitere Informationen zum Unternehmertreffen und zum EU Programm
AL-Invest erhalten Sie bei Frau von Samson.